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Tourist Info Ehrenberg (Rhön)
Luftkurort Wüstensachsen
Rhönstraße 26
D-36115 Ehrenberg (Rhön)
Tel. 0 66 83 - 96 01 16
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Biosphaerenreservat Rhoen

Chronik zum Ortsteil Wüstensachsen
18.03.1141    
Wüstensachsen wird urkundlich in einer Bulle des Papstes Innozenz II erwähnt.
Hier wird das Dorf "Voestensasse" in einer Schenkung zur Gründung eines Nonnenklosters genannt.
13.04.1228
Die Hildenberger geben ihre Besitzungen, darunter auch Sachsen, dem bistum Würzburg zu Lehen auf
1230
Wüstensachsen kommt durch Verkauf der Hildenburg an das Hochstift Würzburg
1350
Die Pest hinterlässt ihre Spuren; Rückgang der Bevölkerung um 60 %
um 1500
Balthasar von Steinau-Steinrück erbaut in der heutigen Schloßstraße ein Schloss
1517
Balthasar von Steinau-Steinrück lässt in Wüstensachsen eine Kirche bauen
1537 - 1546
Der Junker Balthasar von Steinau-Steinrück beruft den Mönch Markus Sebander nach Wüstensachsen, der die Lehre Luthers einführt
1546
Nach dem Tod v. Balthasar von Steinau-Steinrück fällt sein Besitz an seine Töchter Elisabeth u. Agathe; somit waren seine Schwiegersöhne Karl u. Philipp von Thüringen Grundherren von Wüstensachsen
1555
Die Herren von Thüngen gründen eine evangelische Pfarrei
1590
Die Pfarrkirche brannte bis auf den Chorraum und die Grundmauern vollständig ab
1597
Der Wiederaufbau einer neuen Kirche ist abgeschlossen
1630
Zum erstenmal werden Juden in Wüstensachsen erwähnt
1635
Die Pest tobt in Wüstensachsen und fordert zahlreiche Opfer
1650
Durch laufende Schuldenwirtschaft und in Folge d. 30 jährigen Krieges waren die Herren von Thüngen gezwungen, Besitz in Wüstensachsen zu veräußern.
Die Herren von Mansbach erwarben 1/6 von Wüstensachsen
1669
Die Herren von Thüngen verkaufen die noch verbliebenen 3/6 an die
Universität Würzburg
1672
Die Julius-Universität Würzburg wird Besitzerin der gutsherrschaftlichen Ländereien und lässt das Edelmannshaus abreißen und dort die Amtsvogtei errichten, in der ein Amtsvogt als Verwaltungsbeamter eingesetzt wird
1673
Eine Posthalterei wird im Oberen Wirtshaus errichtet
1675
Die Würzburger Julius-Universität setzt ein katholischer Pfarrer ein der mit Hilfe der Jesuiten das dorf wieder dem katholischen Glauben zuführt.
1692
Eine neu erbaute Kirche wird zu Ehren des hl. Erzengel Michael geweiht.
1718-1787
Viele Wüstensachsener wanderten nach Ungarn, aber auch nach Russland aus
1732
Die erste Volksschule wurde errichtet
28.9.1780
Ein größeres Brandunglück äscherte in der „Kleinen Gasse“ 14 Wohnhäuser ein
1796
Beim Rückzug der französischen Truppen, die durch die Truppen von Erzherzog Karl geschlagen waren, führten sie große Herden an geraubtem Vieh mit sich.
Unter diesen Herden war die Rinderpest ausgebrochen, die auch in Wüstensachsen ihre Spuren hinterlassen hat.
um 1800
Der Haupterwerbszweig war die Tuchmacherei. Auch die Landwirtschaft
hat eine bedeutende Rolle gespielt.
1803
Der Ort hat ein eigenes "Rezeptoratsamt" der Würzburger Julius-Universität (Zentgericht)
1803
Wüstensachsen fiel an Bayern
1806
Wüstensachsen kommt an das Großherzogtum Würzburg
1807
Ein Großbrand vernichtet die Anwesen von Joh. Huppmann (H.N.58), Joh. Ebert
(H.N. 59) und Hans Jakob Romeis (H.N.60)
1809
Die Einwohnerzahl in Wüstensachsen betrug: 233 Familien = 1060 Einwohner
1814
Wüstensachsen kommt wiederum an Bayern
1816
Durch den überaus nassen Sommer verfaulte die Frucht auf dem Feld sowie
die Kartoffeln in der Erde. Es folgte ein Hungerjahr.
1819
Eine zweite Schulstelle musste errichtet werden.
1835-1838
Die Bundesstraße Nr. 178 von Bischofsheim nach Tann wird gebaut
1851-1852
Neubau einer Kirche in Wüstensachsen
1844-1853
Viele Wüstensachsener wanderten nach Amerika aus
1860-1861
Ein neues Schulhaus wurde neben der Kirche errichtet
20.8.1862
Der Krugfabrikant Gierz aus Bischofsheim erhält den Auftrag zum Bau einer Wasser-
leitung in Steinzeugrohren von der Brunnenkammer zu den Dorfbrunnen
17.09.1865
Die neue Kirche wurde durch Bischof Stahl von Würzburg eingeweiht.
1866/67
Als das Königreich Bayern infolge des von ihm verlorenen deutschen
Bruderkrieges die Kreise Orb und Gersfeld an Preussen abtreten mußte,
wurde auch Wüstensachsen preussisch.
1871
Die Pfarrei Wüstensachsen wurde dem Bistum Fulda angegliedert
1875
In Wüstensachsen wurde der „Landwirtschaftliche Verein“ gegründet
1879
Gründung der Freiw. Feuerwehr Wüstensachsen und Anschaffung einer Handdruckspritze für Wüstensachsen und Melperts
1880
Bau des ersten Tanzsaales in Wüstensachsen durch den Brauereibesitzer Leist
17.2.1882
Der MGV Concordia Wüstensachsen wird als Verein eingeschrieben
1.4.1894
Die hiesigen Juden erhalten eine eigene Volksschule
1899-1903
Die Judenschule wird gebaut - Zur Jahrhundertwende zählt Wüstensachsen 30
jüdische Familien mit insgesamt 136 Personen
1903
Bau einer Hochdruckwasserleitung
1903
Da vom Landwirtschaftlichen Verein das Simentaler Vieh als Zuchtvieh ausgewählt
war, wurde ein Transport mit 18 wertvollen Zuchttieren aus der Schweiz eingeführt.
1910
Fabian Diegelmann aus der Schloßmühle stellte seinen Mahlbetrieb um auf Er-
zeugung von elektrischer Energie. Er belieferte das Dorf mit Licht und Kraftstrom.
1911-1914
Erschließung des Kohlelagers "Lettengraben" - die Straße und das Grubenhaus
werden gebaut
1913
Die Postkutsche wird durch den Verkehr eines Postomnibusses abgelöst
1. Feb. 1916
Der Betrieb der Eisenbahnstrecke Hilders-Wüstensachsen wurde aufgenommen
1927
Da die Gemeinde das Weiderecht auf den Huten besitzt, ist der Fiskus gezwungen,
die Huten an die Gemeinde abzutreten
1929-1932
Entsteinung der Huteflächen und Anlegen der heute noch vorhandenen Steinwälle
1929
Bau der Oberelsbacher Straße bis zur Landesgrenze (Kosten 28.000,- RM)
18. Feb. 1930
Der Regierungspräsident erläßt die Verordnung über das Naturschutzgebiet Schafstein
16. Jun. 1933
Eine Volkszählung wird durchgeführt. Wüstensachsen hat 1167 Einwohner, 234 Haus-
haltungen, 1035 Katholiken, 16 Protestanten, 116 Juden
1936
Das erste Schwimmbad wurde in Wüstensachsen gebaut
Die Arbeiten wurden in Fronarbeit erbracht, jeder Haushalt wurde mit 5 Fronarbeits-
tagen veranlagt. Die Baukosten betrugen enschl. Schachtmeisterlohn, Grundablaß,
Überlauf, Umkleidekabine, Ruderboot und Einfriedung mit Stacheldrahtzaun
365,- Mark. Dieser Betrag wurde von den Leuten erbracht, die ihre Fronarbeit
in Geld ablösten.
1936/37
Auf Betreiben der Nazi-Partei wurde auf dem Grundstück gegenüber des
Bahnhofs das Arbeitsdienstlager für die weibliche Jugend errichtet.
1937-1938
Die Gemeinde erwirbt ein Judengrundstück und errichtet einen Regiebullenstall und
einen Geräteraum für die Feuerwehr
1938
In der sogenannten ‘Reichskristallnacht’ wurde die jüdische Synagoge
von den Nazis zerstört
1939
Die letzten Juden verliessen Wüstensachsen
1941
Das Judenschulhaus wurde von der Gemeinde erworben und dort das
Bürgermeisteramt und die Gemeindebücherei eingerichtet.
1944
Ein großer feindlicher Bomberverband, der vom Thüringer Wald herkam, bombar-
dierte am Pfingstmontag die Wasserkuppe - 54 junge Menschen fanden den Tod,
darunter drei aus Wüstensachsen (Rudi Bleuel, Otto Lindung, Otto Friedrich)
24. Feb. 1945
Der Bahnhof von Wüstensachsen wird von Tieffliegern mit Bordwaffen angegriffen.
Die Frau des Bahnhofvorstehers Ludwig Wahl und die Bäuerin Rosa Herbst werden
tödlich getroffen
06.04.45
Amerikanische Panzer rollen von Gersfeld kommend gegen Wüstensachsen vor
Jul 45
Großbrand am Schafstein - die Scheune von Johann Böhm brennt nieder
Jul 53
Durch Blitzschlag brennt die neu erbaute Scheune von Johann Böhm erneut nieder
Aug 53
Die Feuerwehr Wüstensachsen erhält ihre erste Motorspritze eine Metz TS 8 mit Ilo - Motor
1955-1956
Bau der heutigen Grundschule
1965
Bau des heutigen Schwimmbades mit Paddelteich
09.06.1965
Wüstensachsen wird staatl. anerkannter Erholungsort
16.03.1966
Gründung des Verkehrsvereins Ehrenberg

1966

Bau einer Mariengrotte oberhalb des Friedhofes auf einem Grundstück der Kirchengemeinde durch die Dorfbewohner aus Rhöner Säulenbasalt

Sommer 1966

Die ersten Rundwanderwege werden vom Verkehrsverein rund um Wüstensachsen angelegt und markiert und mit 22 Ruhebänken ausgestattet.

14.08.1966





Die Marienstatue mit einer Prozession von der Kirche zur Grotte gebracht und die Grotte durch Pfarrer Alois Schön feierlich eingeweiht. Am 15.08. findet ein feierliches Hochamt mit Dr. Abel aus Fulda an der Grotte statt. Die Statue der Bernadette wird später von der Kolpingfamilie Wüstensachsen gestiftet.
Nov. 66
Die Feuerwehr Wüstensachsen erhält ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 - TS.
1969-1971
Bau einer neuen Wasserversorgung (Baukosten:1.000.000,- DM)
31.12.1972
Die Gemeinde Ehrenberg entsteht aus den selbstständigen Gemeinden Wüstensachsen,
Melperts und Seiferts, die sich bereits 1971 freiwillig zusammengeschlossen hatten,
und den im August hinzugekommenen Gemeinden Thaiden und Reulbach
1973-1979
Bau einer neuen Kanalisation
1981-1983
Bau des Ehrenberger Bürgerhauses und Pfarrheimes mit Restaurant, Saal, Kegelbahn,
Feuerwehrhaus, Gruppen- und Vereinsräumen
1983
Wüstensachsen erhält das Prädikat „Luftkurort“
1985-1986
Das frühere "Herrenwirtshaus" wurde von der Gemeinde gekauft und als Rathaus umgebaut
1987
Ausbau des unteren Abschnittes der Rhönstraße vom Kriegerdenkmal bis Rathaus
1987-1988
Neubau der Schulsporthalle an der Grundschule Wüstensachsen

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