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Tourist Info Ehrenberg (Rhön)
Luftkurort Wüstensachsen
Rhönstraße 26
D-36115 Ehrenberg (Rhön)
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Ulstertal
Biosphaerenreservat Rhoen

Das Ulstertal

Nähere Informationen:
Das Ulstertal

Das Ulstertal ist ein ausgeprägtes, markantes Tal der Rhön, und die Ulster ist einer ihrer Hauptflüsse. Sie entspringt am Südhang des Heidelsteines, fließt in nördlicher Richtung durch die Orte Wüstensachsen, Melperts, Seiferts, Thaiden, Batten, Hilders, Aura, Lahrbach, Wendershausen, Tann und Günthers, wo sie die thüringische Grenze überschreitet. Bei Philippsthal mündet sie schließlich in die Werra. Eine erste schriftliche Erwähnung findet sich erstmals im Jahre 819 (Ulstra). Es gibt jedoch verschiedene Auffassungen über die Bedeutung des Wortes "Ulster". Zwei Erklärungsversuche sollen hier genannt werden:
"Ulster" könnte von einem indo-europäischen Wort kommen, das "eilendes Wasser" heißt. Leitet man den Namen "Ulster" jedoch von dem althochdeutschen Wort "ul" oder "ol" ab, könnte es ebenso gut "sumpfiges Wasser" bedeuten. Ob das Wort "Ulster" mit dem Namen der irrischen Provinz "Ulster" etwas zu tun hat, ist unklar.

Der Fluss hat die Landschaft im Tal schon sehr viel früher geprägt und ihr durch Abtragung und Abschwemmung das Erscheinungsbild gegeben, das wir heute wahrnehmen. Auf weiten Strecken hat der Fluss heute einen einreihigen Uferwald, der vorwiegend aus Erlen besteht. In seinem Unterbewuchs können montane Stauden wie Silberblatt, Trollblume, Breitblättrige Glockenblume, Bunter und Blauer Eisenhut und Kletterdistel bis weit in den Talbereich hinein vordringen.

Heute kann man in der Ulster ein einzigartiges Zusammenleben der unterschiedlichsten Tierarten vorfinden. Neben der Rhönquellschnecke findet man am und im Fluss Stein-, Eintags- und Köcherfliegen, verschiedene Zweiflügler, Plattwürmer, Krebstiere sowie Muscheln und Schnecken. Unter den Fischen finden sich Westgroppen, Bachforelle, Äschen, Schmerlen, Haseln, Gründlinge und Bachneuaugen.
Von diesem Artenreichtum profitiert natürlich auch die Vogelwelt. So kann der Wanderer und Naturliebhaber auf dem das ganze Ulstertal durchziehenden Wanderwegen auf relativ engem Raum den Eisvogel, die Wasseramsel, die gelbe Gebirgsstelze oder auch Großvögel wie den Graureiher oder den seltenen Schwarzstorch beobachten.

Auch Johann Wolfgang von Goethe muss von diesem Fluss so fasziniert gewesen sein, dass er ihm ein Gedicht widmete.

Zur Geologie des Gebietes lässt sich sagen, dass unter dem aus Basalt bestehenden Rücken der Rhön überall Muschelkalk hervortritt, der die ursprüngliche Grundlage des Gebirges zu sein scheint. Zum Teil ist er von buntem Sandstein bedeckt.

Berge im oberen Ulstergebiet in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet:
Auersberg, Battenstein, Birkenberg, Boxberg, Bubenbader Stein, Buchschirmküppel, Dadenberg, Dungberg, Eckweisbacher Kuppe, Ehrenberg, Engelsberg, Findloser Berg, Fuchsküppel, Habelberg, Heidelstein, Kothenberg, Krautberg, Milseburg, Mathesberg, Ottilienstein, Querenberg, Rossberg, Schafstein, Seelesberg, Staufelberg, Steinkopf, Stirnberg, Tannenfels, Teufelsberg.

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